Windsurfen in Hood River

Die Realität

Es ist nicht sonderlich schwer festzustellen, dass Windsurfen bald eine Sportart sein wird, die man nur noch in Geschichtsbüchern, Museen und alten TV-Mitschnitten betrachten kann. Die meisten Spots der Welt, die vor zehn bis fünfzehn Jahren noch mit Windsurfern überschwemmt waren, zeigen mittlerweile ein anderes Bild. Kiteschirme wohin man auch schaut. Diese Entwicklung erscheint (leider) auch logisch. Kitesurfen erlernt man wesentlich schneller, der Materialtransport ist um ein Vielfaches leichter als der des sperrigen Windsurfmaterials und, und, und…!
Nicht so in Hood River, dem legendären Windsurfmekka (so zumindest ein Artikel aus dem Jahre 2002) der vergangenen Jahrzehnte. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Seit langem habe ich nicht mehr so viele Windsurfenthusiasten gesehen. Zugegeben, die Haare sind alle grau geworden, die Haut von der vielen Sonne faltig und die Bäuche in klein wenig rundlicher.

Windsurfequipment

Bisher war ich immer ein eiserner Verfechter des eigenen Materials. Man weiß, was man hat, muss sich nicht auf ständig neues Material einstellen und ist flexibel. Leider aber ist zum einen die Mitnahme des Equipments im Flieger kaum noch finanzierbar und zum anderen ist unser ganzes Material durch den Chinaaufenthalt in Deutschland. Uns blieb nichts anderes als Material auszuleihen. Erste Adresse in Hood River ist Big Winds! Neues Material, super Service und das alles zu fairen Preisen. Für eine Woche “All Inclusive” (Neo, Trapez, 3 Segel, Skinnymasten und Brett) legt man 390$ hin. Ich hatte zumeist Goya und Naish-Segel und ein Quattro Waveboard. Besser geht’s nicht! Der Laden ist uneingeschränkt empfehlenswert!

Windsurfspots

Ein Bericht über Windsurfspots in Hood River? Das ist definitiv nicht notwendig, denn das Netz hält beste Spotbeschreibungen bereit. Aus meiner Sicht lohnt sich der Blick auf:
1. Windsurf Oregon – eine Webseite mit kurzer Spotbeschreibung
2. George Windsurfing – ein pdf mit Karte und allen (!) Spots
…und was immer funktioniert ist ein Smalltalk mit den Locals oder dem Personal im Windsurfshop.

Und sonst?

Wer die museale Sportart Windsurfen noch erlernen möchte, ist in Hood River mehr als gut aufgehoben. Am Spot “The Hook” gibt es einen Verleih für Anfängermaterial. Betrieben wird die Schule und der Verleih von Big Winds und auch hier gilt: Beste Bedingungen für Anfänger und bestes Material inklusive Neo, Schuhe, Helm…
Der Spot ist windgeschützt, so dass auch bei 7 Bft. eine Anfängerschulung möglich ist. Zudem liegt er in einer Bucht,  ein Abtreiben auf den Fluss ist unmöglich.

Fazt: Unbedingt wieder machen!

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5 Replies to “Windsurfen in Hood River”

  1. Rüdiger Gilbert sagt: Antworten

    Gute Seite.

    Gruß,

    Rüdiger Gilbert

    1. Danke und Gruß
      Lothar

  2. Schöne Bilder, schöner Text! Viel Spass noch.. 😉

  3. […] bleibt festzuhalten, dass der Sport, wie bereits im letzten Jahr am Hood River festgestellt (vgl. Blogbeitrag), vornehmlich von Grauhaarigen, Glatzköpfen bzw. Pensionären betrieben wird. Die Euphorie, die […]

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